Phake Intraokularlinse
Eine zweite Linse bei so hohen Dioptrienwerten, dass sie sich mit dem Laser nicht korrigieren lassen; die eigene Linse des Auges bleibt dabei an ihrem Platz.
Sind die Dioptrienwerte zu hoch, um mit dem Laser korrigiert zu werden, wird die Fehlsichtigkeit durch das Einsetzen einer Linse ins Auge behoben.
In unserem Auge befindet sich eine klare Linse. Bei der Operation mit einer phaken Intraokularlinse wird vor der eigenen Linse des Auges eine zweite künstliche Linse eingesetzt.
Platzierung der phaken Intraokularlinse
Die phake Intraokularlinse kann an 2 Positionen eingesetzt werden:
- Vor der Pupille (im sogenannten „Kammerwinkel“ oder an der Iris – dem farbigen Teil des Auges – befestigt)
- Hinter der Pupille
Bei Personen über 40 Jahren kann auch das Verfahren der sogenannten „klaren Linsenextraktion“ angewendet werden. Bei diesem Verfahren wird die eigene Linse der Person wie bei der Operation des Grauen Stars entfernt und durch eine künstliche Linse ersetzt. Die Stärke dieser Linse wird so eingestellt, dass nach der Operation keine Dioptrien im Auge zurückbleiben. Der Nachteil der Entfernung der eigenen Linse ist, dass zwar der Bedarf an einer Brille für das Sehen in der Ferne entfällt, der Bedarf an einer Brille für das Sehen in der Nähe aber bestehen bleibt. Deshalb wird die klare Linsenextraktion erst nach dem 40. Lebensjahr durchgeführt, wenn der Bedarf an einer Lesebrille ohnehin einsetzt.
Bei wem wird eine phake Intraokularlinse eingesetzt?
- Personen, die älter als 22 Jahre sind
- Personen, deren Dioptrienwerte sich im letzten Jahr nicht verändert haben
- Personen, deren Dioptrienwerte bei Kurzsichtigkeit über 10 und bei Weitsichtigkeit über 5–6 liegen
- Personen, bei denen der als „Vorderkammer“ bezeichnete Teil des Auges ausreichend weit ist (wenn die Linse vor der Pupille platziert werden soll)
- Personen, die außer der Fehlsichtigkeit keine andere Augenerkrankung haben
- Personen, bei denen die Messungen der Endothelzellzahl der Hornhaut ausreichend sind
Mögliche Probleme bei der Operation mit phaker Intraokularlinse
- Eine ernste Augeninfektion, die sogenannte „Endophthalmitis“
- Risse und Ablösungen der Netzhaut (Nervenschicht des Auges). Dies kann eine Argonlaserbehandlung des Auges und eine Operation, die sogenannte Vitrektomie, erforderlich machen.
- Zurückbleibende Dioptrien am Auge
- Bei der Linse in der Vorderkammer: Ödem (Wasseransammlung) der Hornhaut (der durchsichtigen Schicht des Auges)
- Bei der Linse hinter der Pupille: Entstehung eines Grauen Stars in der eigenen Linse des Auges
- Anstieg des Augeninnendrucks
Die Operation mit phaker Intraokularlinse im Überblick
- Art der Betäubung
- Betäubende Tropfen oder Vollnarkose
- Dauer der Operation
- Ein Auge 15 Minuten
- Verband
- Die Augen werden verbunden.
- Nach der Operation
- Leichtes Stechen und Rötung im Auge können 5–7 Tage anhalten.
- Sehen
- Am nächsten Tag, wenn der Verband abgenommen wird, ist die Sicht klar.
- Rückkehr zur Arbeit
- Am nächsten Tag
- Augentropfen
- Über 1 Monat
- Augenkontrollen
- Am Tag nach der Operation, nach 1 Monat, nach 3 Monaten
Lassen Sie Ihre Augen untersuchen
Senden Sie Ihre bisherigen Brillenwerte, frühere augenärztliche Befunde und gegebenenfalls Aufnahmen der Hornhaut für eine individuelle Beurteilung – persönlich in Istanbul oder per Video.
Bei jedem chirurgischen oder interventionellen Eingriff können die Ergebnisse von Person zu Person unterschiedlich ausfallen. Bitte lassen Sie sich vor jedem Eingriff ausführlich von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt beraten.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder individuelle medizinische Beratung.