Prof. Dr. Banu Coşar Augenheilkunde · İstanbul

Hornhautvernetzung (Crosslinking)

Behandlung, die die bei Keratokonus dünner werdende Hornhaut festigt und das Fortschreiten der Erkrankung stoppt: bei wem sie angewendet wird und wie sie durchgeführt wird.

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  • Medizinischer Inhalt: Prof. Dr. Banu Coşar

Die Crosslinking-Behandlung wird bei Keratokonus erst seit wenigen Jahren angewendet. Beim Keratokonus ist die Hornhaut (die vorderste durchsichtige Schicht des Auges) dünner und spitzer als normal. Der Keratokonus macht sich in der Pubertät durch häufig wechselnde Brillenstärken bemerkbar.

Mit der Crosslinking-Behandlung (Hornhautvernetzung) wird die dünnere Hornhaut gefestigt. Dadurch kann die Spitzform der Hornhaut verringert und das Fortschreiten der Erkrankung gestoppt bzw. sehr stark verlangsamt werden. Es ist nicht bei jeder Patientin und jedem Patienten möglich, die Hornhaut durch die Crosslinking-Behandlung flacher zu machen, aber bei allen behandelten Patienten wird das Fortschreiten der Erkrankung gestoppt bzw. sehr stark verlangsamt. Bei etwa der Hälfte der Patienten flacht die Hornhaut um einen gewissen Betrag (2–3 Dioptrien) ab.

Bei welchen Keratokonus-Patienten wird die Crosslinking-Behandlung angewendet?

  • Personen mit einer Hornhautdicke von über 400 Mikrometern

Durchführung der Crosslinking-Behandlung

  • Das Auge wird mit betäubenden Tropfen unempfindlich gemacht.
  • Das Epithel, die oberste Schicht der Hornhaut, wird abgelöst.
  • In das Auge wird 30 Minuten lang im Abstand von 2 Minuten Riboflavin (Vitamin B2) getropft.
  • Nach Ablauf der 30 Minuten wird das Auge mit Ultraviolett-A-Licht (370 nm) bestrahlt. Während das Auge mit UVA bestrahlt wird, wird weiterhin im Abstand von jeweils 2 Minuten Riboflavin getropft.
  • Nach der 10-minütigen UVA-Anwendung wird eine Kontaktlinse ohne Stärke auf das Auge gesetzt und der Eingriff beendet.

Mögliche Probleme bei der Crosslinking-Behandlung

  • Die Crosslinking-Behandlung sollte nur bei Hornhäuten angewendet werden, die dicker als 400 Mikrometer sind. Wird diese Regel eingehalten, sind für die Crosslinking-Behandlung keine Nebenwirkungen berichtet worden. Außerdem sollte der UV-Pegel mit einem UVA-Messgerät kontrolliert werden.
Auf einen Blick

Die Crosslinking-Behandlung im Überblick

Art der Betäubung
Betäubende Tropfen
Dauer der Operation
Ein Auge 40 Minuten
Verband
Die Augen werden nicht verbunden. Auf das Auge wird eine Kontaktlinse gesetzt.
Nach der Operation
In den ersten 3 Tagen nach der Operation treten Schmerzen im Auge auf.
Sehen
Wenn nach 4 Tagen die Kontaktlinse entfernt wird, kehrt das Sehen auf den Zustand vor der Operation zurück oder wird besser.
Rückkehr zur Arbeit
Nach 5 Tagen
Augentropfen
Bis zur Entfernung der Kontaktlinse schmerzstillende Tropfen, antibiotische Tropfen und Tränenersatzmittel (künstliche Tränen); nach Entfernung der Kontaktlinse für die von Ihrer Ärztin empfohlene Dauer leicht kortisonhaltige Tropfen und künstliche Tränen
Augenkontrollen
Am Tag nach der Operation, nach 4 Tagen, nach 1 Monat, nach 3 Monaten
Termine und Informationen

Lassen Sie Ihre Augen untersuchen

Senden Sie Ihre bisherigen Brillenwerte, frühere augenärztliche Befunde und gegebenenfalls Aufnahmen der Hornhaut für eine individuelle Beurteilung – persönlich in Istanbul oder per Video.

Bei jedem chirurgischen oder interventionellen Eingriff können die Ergebnisse von Person zu Person unterschiedlich ausfallen. Bitte lassen Sie sich vor jedem Eingriff ausführlich von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt beraten.

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder individuelle medizinische Beratung.